Von Menschen und Hunden.

Am vergangenen Wochenende war die “Internationale Rassehunde Ausstellung” in den Hessenhallen Gießen. Die Liebste hat sich sehr auf diesen Termin gefreut, da diese Ausstellung nun auch mal in ihrer Nähe gastiert hat. Ich war auch gespannt was uns erwarten würde, der Besuch auf der Hundeausstellung in Kassel im letzten Herbst hatte mein Interesse geweckt.

Diesmal haben wir uns für den Sonntag als Besuchstag entschieden, weil an diesem Tag unter anderem Pudel, Möpse und Nackthunde gerichtet wurden. Ich persönlich hatte wohl das größte Interesse an den Pudeln, weil ich die interessanten Schuren gerne mal in Echt sehen wollte. Denn nur anhand von Bildern konnte ich mir das nicht so wirklich vorstellen – oder vielleicht wollte ichs auch einfach nicht wahrhaben?

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Aber halt! So manch ein Leser – gibts überhaupt noch welche? – wird mit einer Hundeausstellung wohl nicht besonders viel anfangen können.

Auf so einer Hundeausstellung treffen sich zahlreiche Hundehalter, insbesondere solche die ihren eigenen Hund mit anderen Hunden der selben Rasse vergleichen möchten. Dazu gibt es eine gewisse Anzahl von Ringen, in denen die Hunde gerichtet werden. Sprich: Ein Offizieller – der sich mit den absurden Rassedefinitionen der Hunde auskennt – beurteilt welcher Hund der schönste beste ist.

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Die Halter warten bis zur Begutachtung ihres Hundes in einer angenehmen Campingatmosphäre rund um die entsprechenden Ringe. Da sitzen dann Hannelore und Karl-Heinz auf Campingstühlen mit ner Thermoskanne in der Hand, während sich Fiffi im mitgebrachten Metallkäfig auf seinen Auftritt vorbereitet. Ein Star braucht halt seine Ruhe, vor dem Auftritt. Aber nach all den Jahren ist man ein eingespieltes Team.

Natürlich können Hannelore und Karl-Heinz daher die Neulinge von nebenan nur mit einem müden Lächeln würdigen. Denn die arbeiten schon seit einer halben Ewigkeit voller Eifer an der Frisur ihres Bellos. “Amateure! So wird das nichts, schon gar nicht mit dieser Promenadenmischung… Gegen Fiffi hat Bello gar keine Chance!” Trotzdem beäugt man die Konkurrenz mit Argusaugen, vielleicht haben die ja noch ein Ass im Ärmel. Und Vorsicht ist schließlich die Mutter des Hundezwingers.

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Rund um dieses kleine Idyll ziehen ganze Herrscharen von Besuchern ihre Bahnen und versuchen den ein oder anderen Blick auf die Hunde der Teilnehmer zu werfen. Manch einer betrachtet schmunzelnd die Bemühungen die rund um die Hunde ablaufen, viele machen interessiert Fotos und die meisten haben ihren eigenen Hund dabei. Der ist allerdings nur ein Besucherhund und darf nicht an den Wettbewerben teilnehmen, sind – so Hannelore und Karl-Heinz – meistens eh nur Mischlinge.

Die meisten Hunde verstehen die Aufregung ihrer Herr- und Frauchen übrigends gar nicht, für sie ist es einfach nur unglaublich interessant wieviele andere Hunde auf der Messe rumlaufen. Erstaunlicherweise ist es relativ ruhig, wenn man bedenkt wieviel Krach es teilweise auf beliebten Gassirouten gibt.

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Natürlich ist auch für das leibliche Wohl von Hundehaltern und Hunden gesorgt. Für die einen gibt es Bratwürstchen und Bier, für die anderen Verkaufsstände von allen großen Futtermarken – es bleibt der eigenen Kreativität überlassen, wer nun wo isst. Prinzipiell gilt aber: Man ist, was man isst.

Die Verkaufsstände für Futter bieten entweder Unmengen von Trockenfutter, oder Unmengen an getrocknenten Tierbestandteilen an. Mir ist bis heute schleierhaft, wie man aus einem einzelnen Tier so viele kleine “Leckerbissen” gewinnen kann. An Schweineohren, Luftröhren oder Nasen habe ich mich ja schon gewöhnt, aber manch interessante Kreation stösst mich dann doch irgendwie ab. Dieses Jahr scheinen getrocknete “Burger” ganz groß im kommen zu sein. Es gab Burger von praktisch jedem Tier, das sich zur Futterproduktion anbietett. Na lecker!

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Außerdem gibts noch viele Stände von anderen Händlern, die versuchen mehr oder weniger schöne Hundedecken, Leinen, oder Halsbänder sowie diverses Spielzeug an den Halter, oder den Hund zu bringen. Und wem das nicht genügt, der kann sich am “Ehrenring” spannende Darbietungen von Hundeschulen, Rettungshundestaffeln oder Drogenspührhunden anschauen. Quasi ein Fest für die ganze Familie!

Ach ja: Ich fands übrigends sehr schön auf der Ausstellung in Gießen, auch wenn es verglichen mit Kassel irgendwie sehr klein war. Aber das macht ja nichts!

Steigern lässt sich schließlich alles.

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