Das erste Mal

Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn man das erste Mal mit seinem frisch aus dem Laden stammenden Kittel durch das Uniklinikum läuft. Natürlich ist man als Medizinstudent schon des öfteren mal in diversen Praktika in der Biochemie, der Chemie oder der Physiologie und natürlich auch im Präparierkurs oft und gerne mit seinem Kittel unterwegs gewesen… Und auch im Uniklinikum war man bereits oft genug um eine gewisse Vertrautheit zu verspüren.

Aber diesmal ist alles anders.

Denn auf einmal ist man nicht mehr der ahnungslose Praktikant, oder der Vorkliniker hinter dessen Ohren es immer noch etwas feucht ist. Diesmal ist man der Kliniker, lernt möglicherweise sogar Sachen die einen gewissen Bezug zur späteren Tätigkeitals Arzt aufweisen. Vielleicht hat man sogar Kontakt zu echten Patienten, nur das man denen jetzt nicht mehr das Essen bringt, sondern möglicherweise zu deren Heilung einen (geringen) Teil beitragen soll. Und so manch ein zukünftiger Kollege bringt einem sogar etwas mehr Aufmerksamkeit entgegen, als das sonst in “zivil” der Fall wäre.

Klar man kann den richtigen Ärzten  noch lange nicht das Wasser reichen, aber die rein optische Grenze verwischt so langsam…

Fühlt sich gar nicht mal schlecht an.

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