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	<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 18:20:37 +0000</pubDate>
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		<title>Schlau f&#252;r Anf&#228;nger</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 15:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Klotür]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute: Wie macht man als Arzt aus einem gew&#246;hnlichen Schnupfen ein Rhinozeros macht:
&#8220;Also Sie, mein Herr, leiden offenkundig unter einer durch Rhinoviren verursachten ser&#246;sen, katarrhalischen Entz&#252;ndung der Nasenschleimh&#228;ute.&#8220;
Herrlich, nicht wahr?
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute: </strong>Wie macht man als Arzt aus einem gew&#246;hnlichen Schnupfen ein Rhinozeros macht:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Also Sie, mein Herr, leiden offenkundig unter einer durch Rhinoviren verursachten ser&#246;sen, katarrhalischen Entz&#252;ndung der Nasenschleimh&#228;ute.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>Herrlich, nicht wahr?</p>
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		<title>Das erste Mal</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 18:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon ein seltsames Gef&#252;hl, wenn man das erste Mal mit seinem frisch aus dem Laden stammenden Kittel durch das Uniklinikum l&#228;uft. Nat&#252;rlich ist man als Medizinstudent schon des &#246;fteren mal in diversen Praktika in der Biochemie, der Chemie oder der Physiologie und nat&#252;rlich auch im Pr&#228;parierkurs oft und gerne mit seinem Kittel unterwegs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon ein seltsames Gef&#252;hl, wenn man das erste Mal mit seinem frisch aus dem Laden stammenden Kittel durch das Uniklinikum l&#228;uft. Nat&#252;rlich ist man als Medizinstudent schon des &#246;fteren mal in diversen Praktika in der Biochemie, der Chemie oder der Physiologie und nat&#252;rlich auch im Pr&#228;parierkurs oft und gerne mit seinem Kittel unterwegs gewesen&#8230; Und auch im Uniklinikum war man bereits oft genug um eine gewisse Vertrautheit zu versp&#252;ren.</p>
<p>Aber diesmal ist alles anders.</p>
<p>Denn auf einmal ist man nicht mehr der ahnungslose Praktikant, oder der Vorkliniker hinter dessen Ohren es immer noch etwas feucht ist. Diesmal ist man der Kliniker, lernt m&#246;glicherweise sogar Sachen die einen gewissen Bezug zur sp&#228;teren T&#228;tigkeitals Arzt aufweisen. Vielleicht hat man sogar Kontakt zu echten Patienten, nur das man denen jetzt nicht mehr das Essen bringt, sondern m&#246;glicherweise zu deren Heilung einen (geringen) Teil beitragen soll. Und so manch ein zuk&#252;nftiger Kollege bringt einem sogar etwas mehr Aufmerksamkeit entgegen, als das sonst in &#8220;zivil&#8221; der Fall w&#228;re.</p>
<p>Klar man kann den richtigen &#196;rzten  noch lange nicht das Wasser reichen, aber die rein optische Grenze verwischt so langsam&#8230;</p>
<p>F&#252;hlt sich gar nicht mal schlecht an.</p>
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		<title>Willkommen in der Klinik</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 17:57:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Was braucht ein Medizinstudent zu Beginn seines klinischen Studienabschnitts? Richtig, als erstes einmal eine freundliche, ehrliche und aufmunternde Begr&#252;&#223;ung durch den Studiendekan:
&#8220;Herzlichen Gl&#252;ckwunsch zum bestandenen Physikum und willkommen in der Klinik. Jetzt kann Sie nur noch der Tod vor dem Bestehen des Staatsexamens und einem Leben als Arzt bewahren.&#8220;
Dann nat&#252;rlich das &#252;bliche Chaos was allgemeine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was braucht ein Medizinstudent zu Beginn seines klinischen Studienabschnitts? Richtig, als erstes einmal eine freundliche, ehrliche und aufmunternde Begr&#252;&#223;ung durch den Studiendekan:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Herzlichen Gl&#252;ckwunsch zum bestandenen Physikum und willkommen in der Klinik. Jetzt kann Sie nur noch der Tod vor dem Bestehen des Staatsexamens und einem Leben als Arzt bewahren.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>Dann nat&#252;rlich das &#252;bliche Chaos was allgemeine Hinweise zum Studium, ein paar Kleinigkeiten was den Stundenplan anbelangt, viel sinnentleertes vom Betriebsarzt und dem Brandschutzbeauftragten - ganz ehrlich: Wie man nen Feuermelder bedient muss man nicht wirklich erkl&#228;ren, oder? - und jede Menge zus&#228;tzliche Informationen zu den einzelnen F&#228;chern den wir uns stellen werden m&#252;ssen.</p>
<p>Und schon ist fast alles perfekt. Jetzt bin ich erst einmal gespannt, wie die kommenden Semester werden&#8230; Im Prinzip ist es ja ein v&#246;llig neues Studium. Es baut zwar auf unseren Kenntnissen aus den letzten vier Semestern der Vorklinik auf, aber es bewegt sich in v&#246;llig anderen Sph&#228;ren. Neue Chance, neues Gl&#252;ck - frei nach dem Motto:</p>
<p align="center"><strong>Na das kann ja Eiter werden!</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>So bl&#246;d muss man erstmal sein&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 07:53:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pinnwand]]></category>

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		<description><![CDATA[Da hab ich doch glatt das Netzteil meines Laptops liegen gelassen, nat&#252;rlich nicht ohne den Laptop vorher nahezu entladen zu haben&#8230;
Echt schrecklich, so gesch&#228;tzte zwei Tage ohne Internet.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hab ich doch glatt das Netzteil meines Laptops liegen gelassen, nat&#252;rlich nicht ohne den Laptop vorher nahezu entladen zu haben&#8230;</p>
<p>Echt schrecklich, so gesch&#228;tzte zwei Tage ohne Internet.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Es werde Licht!</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 13:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fundgrube]]></category>

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		<description><![CDATA[Also&#8230; Das Objekt aus dem vorherigen Post ist eine hochmoderne Stra&#223;enlaterne. Zwei Dinge machen sie besonders, zum einen nutzt sie anstelle von Gl&#252;hbirnen nur LEDs zur Erzeugung von Licht. Und zum anderen kann sich die Laterne durch Bewegungsmelder immer dann abschalten, wenn niemand in der N&#228;he ist. Ist eine wie ich finde echt gelungene Sache, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also&#8230; Das Objekt aus dem vorherigen Post ist eine hochmoderne Stra&#223;enlaterne. Zwei Dinge machen sie besonders, zum einen nutzt sie anstelle von Gl&#252;hbirnen nur LEDs zur Erzeugung von Licht. Und zum anderen kann sich die Laterne durch Bewegungsmelder immer dann abschalten, wenn niemand in der N&#228;he ist. Ist eine wie ich finde echt gelungene Sache, spart vor allem bestimmt ne ganze Menge Strom!</p>
<p>Und so sieht das ganze dann in seiner nat&#252;rlichen Umgebung aus:</p>
<div align="center"> <object height="350" width="425"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/X5X2ONPiHRo"></param>  <embed src="http://www.youtube.com/v/X5X2ONPiHRo" type="application/x-shockwave-flash" height="350" width="425"></embed></object></div>
<p>Das einzige Manko ist, dass die Laternen manchmal erst relativ sp&#228;t reagieren&#8230; Was man ja auch irgendwie im Video erkennen kann. Als Fahrradfahrer n&#252;tzt einem das Ganze also nicht besonders viel. Aber trotzdem eine - wie ich finde - gro&#223;artige Idee!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Was bin ich?</title>
		<link>http://www.nplhse.com/2008/06/06/was-bin-ich/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 08:16:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fundgrube]]></category>

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		<description><![CDATA[
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><img src="http://www.nplhse.com/wp-content/uploads/2008/06/08-06-interessant.jpg" alt="08-06-interessant.jpg" /></p>
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		<title>Die Evolution hat sich in die Karten schauen lassen.</title>
		<link>http://www.nplhse.com/2008/06/05/die-evolution-hat-sich-in-die-karten-schauen-lassen/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 19:57:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Lehrbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[In den 80er Jahren sa&#223; ein Biologe namens Richard Lenski an der Michigan State University in seinem B&#252;ro und dachte nach. Er fragte sich, wie man wohl der Evolution bei ihrer allt&#228;glichen Arbeit &#252;ber die Schulter schauen k&#246;nnte. Irgendwann kam ihm dann eine gro&#223;artige Idee, mit mehr als verbl&#252;ffenden Resultaten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den 80er Jahren sa&#223; ein Biologe namens Richard Lenski an der Michigan State University in seinem B&#252;ro und dachte nach. Er fragte sich, wie man wohl der Evolution bei ihrer allt&#228;glichen Arbeit &#252;ber die Schulter schauen k&#246;nnte.</p>
<p>Das Problem der meisten Arten auf diesem Planet ist jedoch, dass es die zeitlichen Abst&#228;nde zwischen zwei Generationen relativ gro&#223; sind. Beim Menschen k&#246;nnte man daf&#252;r zum Beispiel ungef&#228;hr 30 Jahre ansetzen. Nat&#252;rlich w&#252;rde man nach einigen tausend Jahren intensiver Beobachtung auch an Menschen gewisse genetische Ver&#228;nderungen feststellen k&#246;nnen. Allerdings hatte Lenski weder die Lust auf ein solches Experiment – er h&#228;tte schlie&#223;lich nichts von den Ergebnissen – noch war diese Idee zielf&#252;hrend. Denn da evolution&#228;re Prozesse auf zielloser Mutation und Selektion beruhen ben&#246;tigt eine evolution&#228;re Ver&#228;nderung nicht nur tausende, sondern hunderttausende bis Millionen von Jahren. Je nach Umfang des evolution&#228;ren Projekts.</p>
<p class="MsoNormal">Eines Tages kam ihm die gro&#223;artige Idee, einfach das Haustierchen der Mikrobiologen zu nutzen: Escherichia coli. Es ist einer der am besten untersuchten Organismen, was die Forschung enorm erleichtert. Und weil es ein Bakterium ist, kann es sich viel schneller vermehren als die meisten anderen Lebensformen. Etwa alle 20 Minuten kann sich jedes einzelne E. coli unter optimalen Bedingungen Teilen, so k&#246;nnte Lenski innerhalb von Tagen mehrere Generationen erhalten und anschlie&#223;end untersuchen. Au&#223;erdem ern&#228;hrt sich E. coli haupts&#228;chlich von Zucker, was seine Haltung vergleichsweise kosteng&#252;nstig gestaltet.</p>
<p class="MsoNormal">Im Jahre 1988 schlie&#223;lich begann er sein Experiment. Ausgehend von einem einzelnen E. coli wurden insgesamt zw&#246;lf Kolonien gegr&#252;ndet und anschlie&#223;end voneinander getrennt in zw&#246;lf einzelnen Flaschen untergebracht. In die Flaschen wurde zun&#228;chst etwas Glukose geben und diese anschlie&#223;end in einen Bakteriensch&#252;ttler gestellt. Um das evolution&#228;re Wechselspiel aus Mutation und Selektion zu f&#246;rdern, war die<span>  </span>Menge an Glukose so bemessen, dass sie bereits gegen Nachmittag aufgebraucht war. Die Forscher &#252;berlie&#223;en E. coli bis zum n&#228;chsten Morgen ihrem Schicksal. Dann entnahmen sie aus jeder Flasche eine kleine Probe, gaben diese in eine neue Flasche mit neuer Glukose und stellten diese wieder in den Bakteriensch&#252;ttler. Das taten sie jeden Morgen und genau genommen tun sie das immer noch.</p>
<p class="MsoNormal">Um die Unterschiede zwischen den Generationen nachvollziehen zu k&#246;nnen w&#228;hlte Lenski eine einfach geniale Methode. Er hat einige der urspr&#252;nglichen Bakterien, sowie weitere alle 500 Generationen aus ihrer Kolonie entrissen und kaltgestellt. So konnte er jederzeit die neusten Varianten seiner E. colis mit den urspr&#252;nglichen Bakterien vergleichen. Ausgehend von den g&#228;ngigen Theorien &#252;ber Evolution w&#252;rden in einzelnen Bakterien Mutationen auftreten. Wahrscheinlich w&#252;rden die meisten Mutationen die betroffenen Bakterien t&#246;ten, oder sie zumindest langsamer wachsen lassen. Einige wenige der Mutationen w&#252;rden den jeweiligen Bakterien zu einem Selektionsvorteil verhelfen, durch den sie schneller als ihre Kollegen wachsen w&#252;rden. Daher w&#252;rden sie die Kolonie relativ schnell dominieren, zumindest solange bis ein Bakterium, mit einer anderen Mutation, einen besseren Selektionsvorteil vorweisen k&#246;nnte.</p>
<p class="MsoNormal">Tats&#228;chlich konnte Lenski in seinem Experiment beobachten, dass die Bakterien anfingen schneller zu wachsen. Einzelne Kolonien konnten sogar um bis zu 75% schneller als ihre urspr&#252;nglichen Vorfahren wachsen, allerdings nur wenn sie – wie im Experiment - auf eine Glukose Di&#228;t gesetzt waren. In &#228;hnlichen N&#228;hrmedien mit anderen Zuckern, unterlagen sie in Bezug auf das Wachstum deutlich ihren Vorfahren. Genau wie es sein sollte.</p>
<p class="MsoNormal">Dann passierte etwas. Nachdem insgesamt schon 33.127 Generationen durch Lenskis Bakteriensch&#252;ttler zu gr&#246;&#223;tm&#246;glichem Wachstum angehalten wurden, beobachtete der Forscher etwas eigentlich &#196;rgerliches. Der Inhalt einzelner seiner Flaschen tr&#252;bten sich. Das passiert in der Regel nur dann, wenn sich in den Flaschen Bakterien aufhalten, die das enthaltene Citrat auffuttern. Viele Bakterien k&#246;nnen das, E. coli allerdings nicht. Ihnen fehlt leider die F&#228;higkeit das Citrat durch ihre Zellmembran zu transportieren, sodass es keinen Eingang in ihren Stoffwechsel finden kann. Diese Eigenschaft ist so charakteristisch f&#252;r E. coli, dass es als eines der definierenden Kriterien dieser Art festgelegt wurde.</p>
<p class="MsoNormal">Also kamen die Forscher zu dem Schluss, das die entsprechenden Flaschen durch irgendwelche fremden Bakterien kontaminiert waren. Daher wurden die jeweiligen Flaschen verworfen und die letzte unkontaminierte Generation aus der Eiszeit geholt und wieder in der Flasche angesiedelt. So hatte man zwar ein paar Generationen verloren, konnte das Experiment aber trotzdem weiterf&#252;hren.</p>
<p class="MsoNormal">Nun folgt das erstaunliche: Es geschah immer wieder. Also bem&#252;hte man sich sorgf&#228;ltiger um die Versuchsbedingungen. Doch fr&#252;her oder sp&#228;ter geschah es wieder und wieder. Den Forschern fiel einfach keine M&#246;glichkeit ein, wie die Kolonien h&#228;tten kontaminiert werden k&#246;nnen. Das Problem: E. coli kann bekannterma&#223;en kein Citrat umsetzen, wie also konnte sich die Flasche tr&#252;ben?</p>
<p class="MsoNormal">Nach langen Diskussionen entschied sich Lenski zu einem radikalen Schritt: Man entnahm eine kleine Probe aus einer der kontaminierten Flasche und gab sie in eine neue Flasche. Dies enthielt jedoch anstatt von Glukose oder anderen N&#228;hrmedien nur Citrat. Hier k&#246;nnten praktisch gesehen nur die f&#252;r das Problem verantwortlichen Bakterien &#252;berleben, also w&#228;re es ein leichtes den &#220;belt&#228;ter zu identifizieren. Alles oder nichts. Es kam wie erhofft, in der speziellen Probe konnte man Bakterien beim Wachstum beobachten. Das Erstaunen war gigantisch, als man feststellte um welches Bakterium es sich in dieser Probe handelte: Niemand geringeres als E. coli. Doch war das nicht unm&#246;glich?</p>
<p class="MsoNormal">Kein einziges E. coli der Welt kann von sich aus Citrat umsetzen, einzig und alleine die in Lenskis Kolonien lebenden Bakterien konnten dies. Er und seine Helfer f&#252;hrten zahlreiche weitere Versuche durch und konnte ausschlie&#223;en, dass die E. colis des Experiments die F&#228;higkeit zur Verstoffwechselung von Citrat durch Plasmide von anderen Bakterien erhalten hatten. Es war also etwas absolut Unerwartetes passiert, durch zuf&#228;llige Mutation und Selektion hatte sich das Genom von E. coli so sehr ver&#228;ndert, dass es pl&#246;tzlich die F&#228;higkeit entwickelt hatte Citrat umzusetzen. Au&#223;erdem konnten die Forscher durch Sequenzanalysen nachweisen, dass die sich die Mutationen der verschiedenen Kolonien voneinander unterschieden. Sie hatten keinen gemeinsamen genetischen Ursprung, sondern sich unabh&#228;ngig voneinander entwickelt.</p>
<p class="MsoNormal">Aus dem Versuch – der &#252;brigens immer noch l&#228;uft – lassen sich nun unter anderem folgende Erkenntnisse ziehen: Durch zuf&#228;llige Mutation und Selektion k&#246;nnen im Rahmen der Evolution unter nahezu identischen Bedingungen, praktisch gleiche evolution&#228;re Prozesse ablaufen. Hier in dem Beispiel entwickelte sich gleich mehrfach – und unabh&#228;ngig voneinander – die F&#228;higkeit zur Verstoffwechselung von Citrat.</p>
<p class="MsoNormal">Das w&#252;rde bedeuten, dass die Evolution ein Prozess ist der in gewissem Rahmen reproduzierbar ist – Lenski und sein Team forschen bereits daran und versuchen diese Entwicklung wieder und wieder zu reproduzieren. Tats&#228;chlich gelingt ihnen dies sogar, nat&#252;rlich immer mit gewissen Einschr&#228;nkungen. Aber offenbar scheint es vom Prinzip her zu funktionieren.</p>
<p class="MsoNormal">Und eine weitere – f&#252;r die Bakterien eher bedeutende – Frage wirft sich auf: Wenn also E. coli laut allgemeiner Meinung kein Citrat umsetzen kann, hat Lenski dann in seinem Experiment eine neue Art erzeugt? Insbesondere &#252;ber diese Frage wird zur Zeit in entsprechenden Kreisen heftig gestritten, was insbesondere dadurch erleichtert wird, dass sich das traditionelle Konzept der Arten auf Bakterien nur sehr unzureichend anwenden l&#228;sst.</p>
<p class="MsoNormal">Via <a href="http://www.spreeblick.com/2008/06/05/forscher-haben-der-evolution-bei-der-arbeit-zugesehen/">Spreeblick</a>. Und von <a href="http://scienceblogs.com/loom/2008/06/02/a_new_step_in_evolution.php">The Loom</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>H&#228;tte nie gedacht das einmal zu sagen.</title>
		<link>http://www.nplhse.com/2008/06/03/hatte-nie-gedacht-das-einmal-zu-sagen/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 22:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Notizblock]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielen Dank an SPD, Gr&#252;ne und Die Linke.
Hessen ist doch toll.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank an SPD, Gr&#252;ne und Die Linke.</p>
<p>Hessen ist doch toll.</p>
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		<title>Die Montagsfrage</title>
		<link>http://www.nplhse.com/2008/06/02/die-montagsfrage/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 09:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Meinungsmache]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal frage ich mich, warum die Telekom &#252;berhaupt diese omin&#246;se Abh&#246;raktion durchf&#252;hren musste. Man sagt, es ging um eine undichte Stelle. Wenn man sich die F&#252;hrungsetage so anschaut, stellt sich da nicht viel eher die Frage obs da &#252;berhaupt jemanden gibt, der noch ganz dicht ist?
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal frage ich mich, warum die Telekom &#252;berhaupt diese omin&#246;se Abh&#246;raktion durchf&#252;hren musste. Man sagt, es ging um eine undichte Stelle. Wenn man sich die F&#252;hrungsetage so anschaut, stellt sich da nicht viel eher die Frage obs da &#252;berhaupt jemanden gibt, der noch ganz dicht ist?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Scheint die Sonne auch f&#252;r Partys?</title>
		<link>http://www.nplhse.com/2008/05/31/scheint-die-sonne-auch-fur-partys/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2008 10:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sitzen im Schatten des architektonischen Meisterwerks Marburgs, liebevoll auch &#8220;Affenfelsen&#8221; genannt. Genauer gesagt, sitzen wir auf mehrere gem&#252;tliche Wolldecken verteilt im Gras der wundersch&#246;nen Lahnwiesen. Ein gutes Duzend nette Leute, die sich um einen klapprigen Grill versammelt haben, voller spannung darauf brennend etwas Essbares von ihm zu erhalten. Es gibt W&#252;rstchen, Schnitzelchen, Spie&#223;e, Kr&#228;uterbutterbaguettes, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sitzen im Schatten des architektonischen Meisterwerks Marburgs, liebevoll auch &#8220;<em>Affenfelsen</em>&#8221; genannt. Genauer gesagt, sitzen wir auf mehrere gem&#252;tliche Wolldecken verteilt im Gras der wundersch&#246;nen Lahnwiesen. Ein gutes Duzend nette Leute, die sich um einen klapprigen Grill versammelt haben, voller spannung darauf brennend etwas Essbares von ihm zu erhalten. Es gibt W&#252;rstchen, Schnitzelchen, Spie&#223;e, Kr&#228;uterbutterbaguettes, gef&#252;llte Tomaten und Zuchinis - und noch vieles mehr!</p>
<p>Es ist sehr gesellig, schlie&#223;lich isst man und sp&#252;hlt nebenbei die trockenen Kehlen mit alkoholischen und nicht ganz so alkoholischen Getr&#228;nken. Selbst die Schw&#228;ne und Enten aus der Lahn wollen mit dabei sein und versuchen sich langsam durch das kurze Gras anzuschleichen. Gel&#228;chter und erfreute Gesichter &#252;berall, es ist eine gelungene Party. Fast wie sie im Buche steht.</p>
<p>Zumindest fast.</p>
<p>Schon den ganzen Tag &#252;ber hatte ich die Bef&#252;rchtung, dass mir ein Gewitter dazwischen k&#228;me. Ich war zumindest skeptisch, aber eigentlich immer noch optimistisch. Knapp eine Stunde bevor es losgehen sollte verdunkelte sich der Himmel zusehends, es wurde k&#252;hler und relativ windig. Das Niederschlagsradar verhiess auch nichts gutes, sodass ich mich dazu entschied das Grillen abzusagen und auf den Alternativplan umzusteigen.</p>
<p>Noch w&#228;hrend ich dabei war, die geplanten G&#228;ste anzurufen und &#252;ber die Plan&#228;nderung zu informieren brach der Wolkenbruch los. Es war nicht einfach nur ein Gewitter, sondern ein ausgestreckter Mittelfinger von Petrus. Danke Man! Keiner der G&#228;ste hat es trocken bis zur alternativen &#214;rtlichkeit ins Felix geschafft. Die meisten waren mehr oder weniger aufgeweicht, sodass es nette quitschende Ger&#228;usche bei jedem Schritt gab. Nass, frierend, aber trotzdem ausgelassen haben wir dann halt im Felix gefeiert.</p>
<p>Und du Petrus, kannst mich jetzt echt mal gern haben!</p>
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